Fazit nach einer Woche Homeschooling und Homeoffice

Es ist Abend. Kind drei sollte eigentlich schon längst im Bettchen liegen und allein schlafen. Das hat die letzten Abende so wunderbar funktioniert. Genau deshalb habe ich ich mich umso mehr auf einen freien Abend gefreut. Die Realität sieht heute anders aus. Dank unserer Nachbarn, die um 21.21 Uhr Heavy Metall laufen haben, so laut das ich mitsingen kann und das genau unter unserem Schlafzimmer. Nun habe ich eine exklusive Kuschelzeit mit Kind drei, denn bei der Musik schreckt er jedes Mal hoch. Irgendwie passt es zur vergangenen Woche. Einer sehr intensiven Familienwoche.

Als Kind 1 am vorletzten Freitag von der Schule kam und meinte, er hätte vorsorglich alle Schulsachen mit heimgebracht, falls die Schule ausfällt, da habe ich persönlich noch nicht daran geglaubt. Ganze vier Stunden später, war es aber Realität, auch für Hessen. Einen Tag zuvor ist mein Mann bereits bis auf weiteres ins Homeoffice verabschiedet worden. Ich hatte mich gefreut, da ich nun morgens etwas Unterstützung erwarten konnte. Aber nach der Neuigkeit, dass wir nun zu fünft in einer 4 Zimmerwohnung fünf Wochen lang ausharren müssen, dass hat mich dann doch etwas aus der Bahn geworfen. Rund um die Uhr mit meinen Lieben? Keine Pause?  Keine ruhige Minute? Zum Glück hatte ich bei dem ganzen Trubel gar nicht soviel Zeit zum Nachdenken.

Wie erklären wir es den Kindern, was gerade so in der Welt passiert? Kind 1 würde am Liebsten alle Nachrichten hören und immer up to date sein. Kind 2 hingegen mag gar nichts darüber hören und kann sogar kaum etwas essen vor lauter Sorge um etwas, was er überhaupt noch nicht versteht. Er merkt nur, dass es seine Eltern ziemlich beschäftigt.

Das Wochenende lief ganz gut und wir genossen das schöne Wetter. Wobei ich schon Sonntag anmerkte, dass wir eine Struktur für den Tag brauchen. Zum einen als Orientierung für mich aber auch für die Jungs, damit sie ungefähr wissen, was so ansteht. Montag früh setzen wir uns zusammen und überlegten gemeinsam, wie es am Besten wäre. Hierbei ging es nicht darum alles stündlich durch zu planen, vielmehr ging es mir darum Zeiträume festzulegen. Die Medienzeiten fest zu legen und die Lernzeiten zu bestimmen.

Dienstag starteten wir voll motiviert in die Lerneinheiten, um dann nach fünf Minuten festzustellen, dass Kind 1 und 2 nicht gemeinsam an einem Tisch arbeiten können. Ihr könnt euch vorstellen, dass diese Erkenntnis nicht ganz geräuschlos entstand, oder? Zwischenzeitlich kam mein Mann völlig verstört aus dem Arbeitszimmer mit der Frage, was denn hier los sei? Den Spagat dann aber in der Betreuung beider Kinder zu bewältigen nebst einem Säugling, der in den Schlaf geschuckelt werden wollte oder gerade Durst hatte, war schon ganz schön extrem. Am Mittwoch war ich dann kurz vor dem Kollaps und fragte mich, wie ich denn die nächsten Wochen überstehen soll. Ab Donnerstag begann mein Mann zwischendurch Kind 2 bei den Aufgaben zu betreuen, so dass ich nur noch Kind eins und drei an der Backe hatte. Donnerstag Abend bekam ich dann Halsschmerzen und Freitag auch noch Gliederschmerzen. Ich war definitiv bettreif und so legte ich mich „kurz“ hin. Daraus wurde dann ein Schläfchen von zwei Stunden. Danach ging es mir etwas besser und mein Mann hatte gefühlt ein paar graue Haare mehr. Homeoffice plus drei Kinder ist auch nicht ganz einfach.

 

Ihr Lieben, es mag sich jetzt sehr negativ anhören. So war diese Woche aber nicht! Wir haben viele tolle Stunden zusammen verbracht – festgestellt, dass es mittags deutlich angenehmer ist allein als Familie spazieren zu gehen – dankbar zu sein für das was wir haben.

Das Fazit aus dieser Woche möchte ich euch gerne weitergeben. Es war sehr sinnvoll zu planen. Zum Ende der Woche, hatte ich auch das Gefühl, es spielt sich langsam ein. Die Medienzeiten morgens sind genauso wertvoll wie auch abends. Da habe ich dann eine Stunde zum

Durchatmen. Mein Mann meinte, dass er nach dieser Zeit wahrscheinlich unter jeglichen Bedingungen arbeiten kann und ihn nicht mehr so schnell etwas aus der Ruhe bringen wird.

Mein persönliches Highlight diese Woche ist, dass Kind drei seinen Rhythmus angepasst hat. Wir gehen bereits um kurz nach sechs in Schlafzimmer zum Stillen und er schläft dann ein und lässt sich gut ablegen, so dass ich vor 20 Uhr frei bin. Das ist das erste Mal seit der Geburt so. Ein kleiner Lichtblick für etwas mehr Freiheit.

Das ist er nun, mein Rückblick auf eine ziemlich verrückte Woche! Mittlerweile ist es ruhig unter uns geworden. Nun kann auch ich ins Land der Träume.

Ich wünsche euch alles Gute und bleibt gesund! Vor allen Dingen: Bleibt zu Hause!

 

Bis dahin

Eure Lilli

Zurück zu den Anfängen

Genau dieser Satz kam mir in den Sinn als ich die letzten zwei Jahre in meinen Gedanken durch laufen ließ. Mit der dritten Schwangerschaft und der Geburt unseres Sohnes hat sich wieder viel verändert. Das Familienleben sortiert sich neu. Jedes Familienmitglied bekommt erneut eine neue Rolle im Familiengefüge. Den großen Jungs merke ich es immer wieder an, dass es nicht so einfach ist, sich neu zu finden. Rücksicht zu nehmen auf ein winziges Geschöpf, dass nun mal einen ziemlich großen Raum im Alltag einnimmt. Die Mama ist nicht mehr so schnell verfügbar, es muss Geduld geübt werden, das Essen steht nicht immer pünktlich auf dem Tisch. Das waren nur ein paar Punkte, die mir gerade eingefallen sind. Weiterlesen

Innehalten

Motiviert – Ungeduldig – Überrascht – Verzweifelt – Überglücklich – Dankbar – Erfüllt – Erstaunt – Traurig – Nachdenklich – Wartend Weiterlesen

Liebe kann alles

Zum Fest der Liebe ein Buch über Liebe? Ein Buch zu Weihnachten? Wie einfallslos! So oder so ähnliche Gedanken mögen einige von euch durch den Kopf gehen…

Liebe kann alles! Wirklich alles?  Ich denke schon! Weiterlesen

Ein Pulli für den Herrn am Tag des HERRN

Ehrlicherweise gab es diesen Pulli schon am Nikolaus. Aber ich fand den Satz so toll und habe mir überlegt, dass ich ja dazu einen neuen Blogbeitrag schreiben könnte. 🙂

Dazu muss ich etwas weiter ausholen. Vor ein paar Jahren haben mein Mann und ich beschlossen, dass wir uns nichts mehr zu Weihnachten schenken. Vielmehr wollten wir den Schwerpunkt auf das Miteinander in der Familie legen. Dem eigentlichen Sinn von Weihnachten wieder näher kommen. Weiterlesen

Zwölf Wochen

Zwölf Wochen ist nun dieses kleine Wunder bei uns. Es fühlt sich an wie eine Ewigkeit. So als wäre es schon immer so gewesen. So als wäre es vorher nicht komplett und vollständig gewesen.

Die großen Jungs lieben ihren kleinen Bruder und er wird ständig mit Küsschen und Liebkosungen überschüttet. Ich finde es immer wieder faszinierend wie Babys auf größere Kinder reagieren. In einer Seelenruhe lässt er vieles über sich ergehen. Nur Gebrüll und Geschrei mag er gar nicht. Da fängt er dann auch an zu weinen. Weiterlesen

Wohnst du noch oder lebst du schon?

Dieses Zitat eines großen schwedischen Möbelhauses geht mir in der letzten Zeit nicht mehr aus dem Kopf. Was bedeutet es? Warum diese Frage? Ich wohne doch und lebe in meinen vier Wänden! Aber tue ich das wirklich? So richtig mit meiner Familie? So das jeder das Gefühl hat, dass er auch wirklich in unserer Wohnung lebt? Das er sich frei entfalten kann, so wie ich es auch tue? Gerade meine Kinder. Bekommen sie die Freiräume, die ich mir bei uns daheim nehme? Weiterlesen

Unendlich Dankbar!

Aus der Dankbarkeit heraus das Leben gestalten! Wer von euch hat sich diese Motto vor die Brust genommen und versucht es jeden Tag immer wieder aufs Neue zu leben?

Dank einiger sehr wertvoller Menschen in meinem persönlichen Umfeld komme ich diesem Motto immer näher. Es sind Menschen die selbst durch tiefe Täler gelaufen sind. Menschen, die mich ein Stück meines Weges begleiten. Jeder von ihnen auf seine Art und Weise wertvoll und kostbar. Dafür bin ich unendlich Dankbar! Weiterlesen

“Upcycling” … “Refashion” … oder … “Aus Alt mach Neu”?

Wer kennt es nicht von euch? Wer von euch hat auch Jungs?

Meine Jungs schaffen es selbst die widerstandsfähigsten Hosen von einem Hersteller mit dem großen Vogel innerhalb von einer Woche runter zu robben. Auf meine Frage, was sie gemacht haben? Kommt dann eine sehr nüchterne Antwort: „Mama, ich muss doch beim Fußball in der Pause grätschen üben!“ Meinen Gesichtsausdruck auf diese Antwort erspare ich euch lieber. Weiterlesen